How to dance: Gothic

Ich schaue recht regelmäßig über den eigenen Teller Blogrand hinaus, einfach der Neugierde halber und natürlich auch um neue Infos, interessante Artikel und lustige Videos oder ähnliches zu finden. Und nachdem ich lange Zeit nur drum herum geschlichen bin, führte mein Weg mich heute ins hermetische Café. Ein interessant gestaltetes Weblog, welches ich zukünftig wohl auch öfter besuchen werde.

Aber nun zum Thema. Beim Durchstöbern und schauen und lesen, stieß ich auf das hier: How to dance: Gothic.
Klar, dass ich an diesem Video nicht vorbei komme. Geschaut, die Augenbrauen nach oben gezogen, überlegt und … ohje, das gibt es tatsächlich auch heute noch.
Nun, jetzt weiß ich zumindest wie man das so alles nennt. Nur das “Schrank auf, Klamotten rein, Schrank zu” ist leider nicht dabei. Vielleicht aus Angst, das es Tote geben könnte.

Geschenke, Geschenke

Weihnachten ist gefühlte 4 Wochen vorbei und schon nervt die Geschenkeindustrie wieder. Dieses Mal mit Ostergeschenken. Und sie nervt gewaltig. Egal welche Seite ich im Füchschen gerade öffne, überall wird mir erzählt, dass ich ja unbedingt noch Ostergeschenke bräuchte. Mal ehrlich: wofür? Sollte ich mich dann demnächst an allen Feiertagen mit Geschenken eindecken, damit ich auch keinen vergesse?

Ein Freund schrieb auf meine Frage bei Facebook, was ich denn – sollte ich wirklich etwas schenken wollen – verschenken könnte mit einem tollen Satz geantwortet: “Schenk einem Osterhasen das Leben.”

Recht hat er, denn das was sich derzeit wieder in deutschen Kaufhäusern abspielt, ist einfach nur abartig. Völlig verängstigte Langohren die offen und 12 Stunden am Tag in Minigehegen den vorbei rennenden Passanten zur Schau gestellt werden – obwohl von denen vielleicht gerade einmal 1% wirklich hinsieht. Lärm, Stress, frisches Wasser und Futter Fehlanzeige, kaum Möglichkeiten zum Rückzug und das soll dann alles ganz toll und tiergerecht sein. Ich frage mich ernsthaft, wie man solche Aktionen genehmigen kann.
Wenn ich Karnickel sehen will, fahre ich auf nen Bauernhof, wo es welche hat. Oder gehe notfalls auch in einen Streichelzoo. Da braucht es keine Minigehege zu Ostern oder sonstwann in den Kaufhäusern.

Vielleicht benutzt der ein oder andere Kaufhausbesucher auch mal seinen Kopf und reagiert mit einer offenen Beschwerde beim Kaufhausmanagement auf diese Zustände. Es müssen nicht immer nur gekaufte Geschenke sein. “Schenk einem Osterhasen das Leben.” ist auch ein ganz tolles.

Zug verpasst?

Ich gebe zu, der Threadtitel trifft es jetzt nicht ganz. Bislang habe ich meinen Zug eigentlich immer rechtzeitig erreicht, auch wenn ich dafür mitunter schon rennen musste (ich erinnere mich hier nur ungern an die nicht enden wollende Treppe im Hagener Hauptbahnhof, nachdem das Herzchen mich 1 Minute vor Abfahrt erfolgreich dort abgesetzt hat).

Eigentlich gehen meine Gedanken aber in eine ganz andere Richtung. Seit Jahresbeginn fühle ich mich etwas verfolgt von Verlobungen, Hochzeitseinladungen, Schwangerschaftsbekundungen und so weiter. Und da ich selbst nun auch nicht mehr die Jüngste bin (wie die nette Frauenärztin mir aufs Brot schmieren musste), kommen natürlich Fragen auf. Was habe ich falsch oder gar richtig gemacht, dass dieser Zug an mir vorbei gerollt ist? (Gut, nicht ganz, aber das ist eine andere Geschichte und gehört hier nicht her).

Auffällig ist, dass es vor allem Menschen aus meinem näheren und weiteren Umfeld betrifft, die noch vor einem Jahr wehement gegen Ehe, Kinderkriegen, Zusammenziehen, die eigene Freiheit aufgeben etc. aufbegehrt haben und sich mit Händen und Füssen gewehrt haben, sobald das Thema auch nur ansatzweise auf den Tisch kam. Ich muss zugeben, dass sich auch bei mir die Einstellung zu ein paar Themen etwas geändert hat, gewiss nicht ganz grundlos. Aber auch hier, andere Baustelle.

Insgesamt betrachtet ist es schon irgendwie witzig zu sehen, wie die Zeit, die Erfahrungen die wir sammeln, die Menschen denen wir begegnen und das ganze Paket Leben uns doch prägen und verändern. Wie wir eins fest gemauert geglaubte Ideale über Board werfen und dem hingeben, was wir früher doch immer so spießig fanden. So wollten wir nie werden. Und doch bewegen wir uns langsamen Schrittes genau in diese Richtung, mit gutem Gefühl.

Und je mehr von diesen Nachrichten über meinen Bildschirm rollen, desto mehr schleicht sich dieses komische Gefühl bei mir ein. Das Gefühl doch irgendetwas verpasst zu haben. Nur habe ich das? Ich denke nicht. Mein Leben ist mein Leben und genau so richtig wie es ist. Wer weiß, vielleicht werde ich auch noch irgendwann spießig ;-)

Apocalypse … und Spaß dabei

Zufallsfunde sind doch oft noch die besten. Und der den ich heute entdeckt habe gehört definitiv dazu.

Bislang sagte mir der Name Steven Flier so rein gar nichts. Und Bibelfest bin ich auch keineswegs. Dafür aber ein sehr humorvoller Mensch und der Herr Fliert trifft hier mit seinem Apocalyptischen Reiter voll ins Schwarze. Lasst die Köpfe rollen! ;-)

Als kleine Einstimmung…

Verloren

Ich glaube ich kann mir bald selbst einen Titel verleihen. “Meisterin im Verlieren”. Oder besser auf den Punkt gebracht “Meisterin im Dinge verlieren”.
Das ich hin und wieder bei einem Brettspiel oder so verliere, passiert. Passiert sicher jedem.
Das ich es jedoch schaffe in einer Wohnung schon wieder einmal ein Kabel zu verlieren und es so überhaupt gar nicht wiederzufunden, das ist eine wahre Meisterleistung.
Es ist ja nun nicht das erste Mal und so hält sich die Überraschung in Grenzen. Ich weiß nicht, wann ich dieses besondere Talent entwickelt habe, aber es ist nicht unbedingt billig. Vielleicht sollte ich ein Hobby draus machen. Hobbys kosten mitunter auch Geld und man wiederholt ja auch hier altbekannte Dinge.
Bei allem Ärger bin ich aber auch froh, dass es sich immer nur um Kabel dreht, die ich verliere. Schlüssel wurden bislang noch nicht vermisst.